36 Millionen

Das «Sich auf den Weg machen» ist dabei durchaus wörtlich zu verstehen. So legte er 2002 den 840 Kilometer langen Jakobsweg von Saint Jean Pied de Port nach Santiago de Compostella in 30 Tagen zu Fuss zurück. Mit seinem Reisetagebuch lädt er alle interessierten Zeitgenossen zu einem hochmodernen Roadmovie aus der Perspektive des Wanderers ein.

Am 9. Mai 2004 bricht er von Luzern Richtung Rom auf. Lebensgefährliche Tunnelstrecken, rücksichtslose Autofahrer, brütende Hitze samt brennendem Durst, ganze Rudel wütend kläffender Hunde, abscheuliche Parfüms, abschätzige Blicke auf den verschwitzten Wanderer – nichts und niemand kann Marc davon abhalten, sein Ziel zu erreichen. Und doch ist es weit mehr als sein Ehrgeiz, unter allen Umständen zu Fuss in der ewigen Stadt Rom anzukommen, die dieses Buch so spannend macht.

Gewohnt, das Leben mit allen Sinnen zu geniessen, wird der Autor nie zum blossen Kommentator der von seinem Körper Tag für Tag unter Aufbietung aller Kräfte bezwungenen Kilometer. Während seine Füsse unermüdlich arbeiten, öffnen sich seine Poren weit, um die widersprüchlichen Charaktere all der Landschaften und ihm dabei begegnenden Menschen und Tiere in sich aufzunehmen.

Längst nicht nur Schönes erwartet den ruhelosen Pilger auf seinem Weg, und Marc Galliker ist keiner, der aus seinem Herzen eine höfliche Mördergrube macht. Dennoch, nach jedem Regen lacht die Sonne, auch der längste Tunnel hat einmal ein Ende – und wer weiss, was hinter der nächsten Kurve kommt?



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